Nationale Verwaltung für soziale Sicherheit
Argentinien
Amerika

Haushalts-Notfalleinkommen (IFE)

Jahr der Umsetzung
2020

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie hat die nationale Exekutive (Poder Ejecutivo Nacional - PEN) mit dem Dekret 310/2020 das Haushalts-Notfalleinkommen (Ingreso Familiar de Emergencia - IFE) geschaffen, eine außerordentliche, beitragsunabhängige Geldleistung. Bei den Begünstigten handelt es sich um Haushalte, die sich aus informellen ArbeitnehmerInnen, Arbeitslosen, privaten Haushaltshilfen und kleinen SteuerzahlerInnen der niedrigsten Kategorien zusammensetzen.

Zum Zeitpunkt des Antrags muss man zwischen 18 und 65 Jahre alt sein, verschiedene Bedingungen zu Staatsangehörigkeit und/oder rechtmäßigem Wohnsitz im Land erfüllen und darf man kein Einkommen aus, unter anderem, einem abhängigen Arbeitsverhältnis, einer Rente oder Pension beziehen. Das Einkommen kann mit Kindergeld (Asignación Universal por Hijo - AUH) sowie Sozialschutz für Schwangere (Embarazo para Protección Social - AxE) und weiteren Leistungen kombiniert werden. Die Höhe des IFE liegt bei 10 000 argentinischen Pesos (ARS) (59,3 Prozent des geltenden Mindestlohns). Die ersten Auszahlungen sind im März und April 2020 erfolgt. Das Dekret 511/2020 hat eine zweite Auszahlung für Juni und Juli festgelegt, für dieselbe Gruppe von Begünstigten wie bei der ersten Zahlung. Für die Abrechnung des IFE ist die argentinische Nationale Verwaltung für soziale Sicherheit (Administración Nacional de la Seguridad Social - ANSES) verantwortlich.

Topic:
Deckungsausweitung
Sozialhilfe
Sozialpolitik und -programme
Schocks und Extremereignisse