Ausbau der IVSS-Präsenz im Pazifik

Ausbau der IVSS-Präsenz im Pazifik

Am 30. Januar 2020 wurde die Anlaufstelle für den Pazifik der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) in Suva, der Hauptstadt von Fidschi, offiziell feierlich eröffnet. Der Landesvorsorgefonds von Fidschi, der die Anlaufstelle beherbergt, wird fortan die Tätigkeiten der IVSS in der Region unterstützen.

Zum ersten Mal in der 93-jährigen Geschichte der IVSS gibt es nun eine Regionalstruktur, die sich ausschließlich den besonderen Bedürfnissen der Länder der Pazifikinseln widmet und sich dafür einsetzt, Exzellenz in der Verwaltung der sozialen Sicherheit zu fördern. In dieser Region der großen Distanzen wird die Anlaufstelle eine ganz entscheidende Rolle spielen und mit Mitglieds-organisationen und anderen Institutionen der sozialen Sicherheit aus 16 Ländern zusammenarbeiten: Australien, die Cookinseln, Fidschi, Kiribati, die Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Neuseeland, Niue, Palau, Papua Neuguinea, Samoa, die Salomonen, Tonga, Tuvalu und Vanuatu.

IVSS-Präsident Prof. Dr. Joachim Breuer hatte die Ehre, an der offiziellen Eröffnung der Anlaufstelle teilzunehmen und mit wichtigen Akteuren aus der Region zusammenzukommen. „Wir danken dem Landesvorsorgefonds von Fidschi für seine Bereitschaft, als Verlängerung der IVSS im Pazifikraum zu agieren. Mit dieser Anlaufstelle auf den Fidschi-Inseln werden die Institutionen der sozialen Sicherheit aus der Region einen besseren Zugang zu den Wissensressourcen, den Weiterbildungen und den übrigen Dienstleistungen der IVSS erhalten“, sagte Präsident Prof. Dr. Breuer.

An der Eröffnungszeremonie betonte Frau Makereta Konrote, Permanente Wirtschaftssekretärin von Fidschi, dass es in Sachen Engagement für die Verbesserung der Deckung durch die soziale Sicherheit, für Fortschritte in administrativer Exzellenz und für die Anerkennung des Werts gegenseitigen Lernens keine bessere Heimat gebe als den Landesvorsorgefonds. IVSS-Präsident Prof. Dr. Breuer führte auch Gespräche mit Herrn Jaoji Koroi, dem CEO des Landesvorsorgefonds, und Frau Mesereini Vuniwaqa, der Ministerin für Frauen, Kinder und Armutsbekämpfung. Dabei ging es insbesondere um Initiativen zur Förderung der Geschlechtergleichheit in der sozialen Sicherheit gemäß den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Mit der Ministerin wurden auch konkrete Entwicklungen sowie Herausforderungen auf den Fidschi-Inseln erörtert wie etwa die Auswirkungen des Zyklons Winston im Jahr 2016, der zu einem Testfall für das System der sozialen Sicherheit des Landes wurde.

Vor seiner Ankunft auf Fidschi hatte Präsident Breuer Samoa besucht, wo er sich mit dem Premierminister, Herrn Susuga Tuilaepa Sailele Malielegaoi, dem Finanzminister, Herrn Sili Epa Tuioti, und dem CEO des Landesvorsorgefonds von Samoa, Herrn Pauli Prince Suhren, sowie Vorstandsmitgliedern des Landesvorsorgefonds getroffen hatte. Die Gespräche zeigten, welch beeindruckende Entwicklungen in der sozialen Sicherheit Samoas die letzten Jahrzehnte ermöglicht haben. Das Land konzentriert sich erfolgreich auf herkömmliche Ansätze der sozialen Sicherheit, die es durch moderne Programme ergänzt hat.