Regionalstrukturen

Verbindungsbüro für die Länder der Südspitze Amerikas

Regionalstrukturen

Verbindungsbüro für die Länder der Südspitze Amerikas

Das Verbindungsbüro der IVSS für die Länder der Südspitze Amerikas fördert Zusammenarbeit und Networking der sozialen Sicherheit in der Region und unterstützt die IVSS mit Werbung für ihre Produkte und Dienstleistungen, organisiert Veranstaltungen und erleichtert den Austausch über Beispiele guter Praxis unter Institutionen der sozialen Sicherheit in der Region.

Als Kommunikationskanal zwischen der Region und dem IVSS-Generalsekretariat sammelt das Verbindungsbüro für die Länder der Südspitze Amerikas Informationen über für die Region spezifische Interessen und Bedürfnisse und wirkt an der Gestaltung eines maßgeschneiderten kapazitätsbildenden Programms für diese Länder mit.

In dieser Region leben 70 Millionen Menschen, und laut Prognosen werden 2050 etwa 20 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre alt sein oder älter. Da fast 50 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung im informellen Sektor arbeiten, steht die soziale Sicherheit in diesen Ländern vor vielen aktuellen und künftigen Herausforderungen.

Was die Deckung durch die beitragspflichtigen Systeme betrifft, so wirken sich informelle Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowohl auf die Beiträge als auch auf die Leistungen aus. Arbeitnehmende im informellen Sektor und ihre Familien könnten begrenzten Zugang zu Gesundheitsleistungen haben und wegen der vieljährigen Beitragslücken letztendlich eine niedrigere Altersrente beziehen.

Reformen der Rentensysteme in der Region werden durchgeführt oder sind im Gespräch. Diese Reformen zielen auf die Verbesserung der finanziellen Stabilität der Systeme, eine stärkere Umverteilung und eine bessere Leistungserbringung ab. Die große Mehrheit der älteren Erwachsenen bezieht ein bescheidenes Renteneinkommen, das ihren finanziellen Bedürfnissen bei Krankheit oder einfacher häuslicher Pflege nicht genügen kann.

Es wurden Maßnahmen getroffen, um den Zugang zum Sozialschutz auszuweiten, aber die Sicherstellung eines universellen Zugangs erfordert die Integration von beitragsfinanzierten und nicht beitragsfinanzierten Komponenten, was unter anderem die Bewältigung enormer Herausforderungen bei Gestaltung und Finanzierung der Institutionen erfordert.